SuN Schüler
unterstützen Nachbarn

SuN ist ein neues Projekt unserer Schule. Es ist ein freiwilliges Sozialpraktikum für Schüler und Schülerinnen der
Klasse 9. Partner für unser Projekt sind u.a. das Mairen-Hospital, die Lebenshilfe, Kindergärten und ein Alten- und Pflegeheim.
Im vergangenen Schuljahr haben sich16 Schüler und Schülerinnen freiwillig an dem Projekt beteiligt. Einmal in der Woche haben sie nachmittags ihre Hilfe in den oben egenannten Eirichtungen angeboten.Was waren ihre Beweggründe?
Sie wollten neue Aufgaben entdecken.
Es ist eine tolle Sache helfen zu können.
Es ist aufregend, zu einem Profi-Team zu gehören und ein richtiger Mitarbeiter zu sein.Estelleund Jeremy, SchülerInnen der Klasse 9b, haben ihre Erfahrungen mit dem SuN-Projekt einmal für euch aufgeschrieben.
Ich beteilige mich am SuN-Projekt und habe mir als Einsatzort das Marienhospital ausgesucht. Ich wollte nämlich sehen, wie man mit älteren Menschen umgeht, die nicht mehr alles machen können. Natürlich sind die Krankenschwestern und Therapeutinnen auf diesem Gebiet viel erfahrener als ich - aber egal. Ich bin auf der Tagesklinik eingesetzt, genauer gesagt in dem Bereich "Ergotherapie". Dies ist ein Bereich, in dem Patienten Dinge wieder erlernen sollen, die eigentlich selbstverständlich sind. Zum Beispiel sollen sie lernen, ihre Finger wieder kontrollieren zu können, indem sie Körbe flechten, kegeln oder auf Seide malen. Ich empfinde diese Arbeit als sehr wichtig und nicht - wie manche vielleicht denken - spaßig. Die älteren Menschen brauchen nämlich Hilfe und Verständnis. Deshalb habe ich das Gefühl, dass ich ihnen helfen muss; egal, ob es mir Spaß bereitet oder nicht. Ich finde diese Arbeit sehr gut, denn ich habe großen Respekt vor älteren Menschen.
Estelle Limbach
Hallo, ich heiße Jeremy und möchte euch etwas von dem SuN-Projekt unserer Schule berichten. SuN bedeutet "Schüler unterstützen Nachbarn". Ich in meinem Falle versuche, behinderten und hilfsbedürftigen Menschen bzw. Senioren zu helfen, denn ich finde Behinderte und alte Menschen sollten nicht ausgegrenzt werden - sie sind ja schließlich auch Menschen. Man sollte sich immer auch im Klaren sein, dass man auch selber in solche eine Situation kommen kann. Man braucht nur durch einen Unfall querschnittsgelähmt zu werden und schon ist man auf die Hilfe anderer angewiesen. Wieso also nicht einfach selber helfen?
Zurück zu dem, wovon ich euch berichten wollte: Ich arbeite bei der "Lebenshilfe" für geistig behinderte Menschen in der Sornmerdellenstraße. Dort leben viele behinderte Menschen zusammen. In der Einrichtung gibt es aufgrund der unterschiedlichen Behinderungen der Bewohner verschiedene Gruppen. Die meisten Bewohner haben ein eigenes Zimmer und können so ihre Privatsphäre wahren. Es gibt allerdings auch Doppelzimmer. Die Woche über werden Freizeitmöglichkeiten angeboten, die nach Wahl genutzt werden können. Und einmal wöchentlich wird den Bewohnern die Möglichkeit geboten, den Jugendtreff zu besuchen. Jeden Donnerstag unterstütze ich das Mitarbeiterteam hinsichtlich der unterschiedlichen Betreuungs- und Freizeitangebote. Zum Beispiel spiele ich mit den Heimbewohnern "Mensch ärgere dich nicht" oder mache mit ihnen ein Puzzle. Selbstverständlich führe ich auch Einzelgespräche, um den behinderten Menschen zu zeigen, dass wir für die da sind.
Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick in dieses äußerst nützliche Projekt bekommen. Wenn ihr Lust habt, selber mitzumachen, fragt einfach bei Frau Springwald, unserer Sozialarbeiterin, nach.
Jeremy Hellmich